Die Gesellschaft

Gründung

Die Gesellschaft wurde am 26.6.1984 gegründet (Satzung der DCGM).

Zweck

Die Gesellschaft hat den Zweck, die deutsch-chinesischen Beziehungen in der medizinischen Wissenschaft insbesondere durch den Austausch von Wissenschaftlern, Ärzten und Studenten, sowie den Austausch von Erfahrungen im Auf- und Ausbau der medizinischen Versorgung der Bevölkerung zu fördern.

Die Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Medizin und ihre Partnergesellschaft in Wuhan nehmen als Non-Profit-Organisationen seit fast 30 Jahren eine wichtige Brückenfunktion zwischen Deutschland und China wahr, insbesondere über gemeinsame Veranstaltungen und den Austausch zu wissenschaftlich-medizinischen Themen sowie zu gesundheitsökonomischen und gesundheitspolitischen Themen, die für beide Länder – angesichts ähnlicher Herausforderungen im Gesundheitswesen – von großer Bedeutung sind. Die Gesellschaft ist auch aufgrund dieser gewachsenen Vertrauensbasis eine Plattform, die exzellentes Expertenwissen zusammenführt.

 

Mitgliedschaft

Anfragen zur Mitgliedschaft sind an die Geschäftsstelle zu richten (siehe Kontakt). Einen Aufnahmeantrag finden Sie hier.

Die Bedeutung des Tongji Hospitals und des Deutsch-Chinesischen Freundschaftskrankenhauses (Tongji Hospital Optical Valley) für die medizinische Versorgung in der VR China und für die deutsch-chinesische Partnerschaft in der Medizin, der Gesundheitspolitik und für die Gesundheitswirtschaft

 

Präambel

Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland nehmen kontinuierlich zu. Dieser Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen China und Deutschland hat bereits eine beachtliche Entwicklungsdynamik in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Technologie, Kultur und industriellem Produktionsaustausch; auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung als einer gesellschaftspolitischen Schlüsseltechnologie der nächsten Jahrzehnte ist dies noch weiter zu stärken. Dazu ist die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin und der Chinesisch Deutschen Gesellschaft für Medizin mit Sitz im Tongji Hospital, Wuhan, zu nutzen. Die erfolgreiche deutsch-chinesische Zusammenarbeit wird durch die enge Kooperation mit dem deutschen Bundesministerium für Gesundheit, insbesondere durch Einbeziehung der Gesellschaften in den gesundheitspolitischen Dialog bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen anerkannt und gewürdigt.

 

Die herausragende Rolle des Tongji Krankenhauses und des 1. Deutsch-Chinesischen Freundschaftskrankenhauses (Tongji Optical Valley) für die deutsch-chinesische Partnerschaft in der Medizin.

Das Alleinstellungsmerkmal und die Herausgehobenheit der Geschichte von Tongji Wuhan für die deutsch-chinesischen Beziehungen in der Medizin knüpfen an die mehr als 100jährige Geschichte des Tongji-Hospitals an und setzen diese Tradition fort.

 

Der deutsche Einfluss auf das Tongji Hospital

Im Jahr 1900 wurde das Tongji Klinikum von Dr. Erich Paulun, einem deutschen Arzt, in Shanghai gegründet. Der Name “Tongji” stammt aus dem Chinesischen und bedeutet so viel wie “Zusammen in einem Boot das Ufer erreichen”. 1907 gründete Paulun eine medizinische Fakultät, die sich “Deutsche Medizinische Schule Shanghai” nannte und die später, 1908, in “Deutsche Medizinische Schule Shanghai Tongji” umbenannt wurde, die der Rechtsvorgänger der Tongji Universität war. Die Ausbildung umfasste auch drei Jahre Deutschunterricht neben zwei Jahren medizinischem Präparationskursus und drei Jahren Unterricht in Medizin.

Im Februar 1950 beschloss der Staatsrat die Verlegung der Medizinischen Fakultät Tongji nach Wuhan. Das Zentrale Volksministerium für Bildung stimmte am 20. September 1951 der Zusammenlegung der Medizinischen Fakultät Tongji und der Medizinischen Fakultät der Universität von Wuhan zu.

Gegen große Widerstände blieb Deutsch Unterrichtssprache für die chinesischen Studenten der Medizin. Bereits 1979 kommt es zu den ersten Kontakten zu Medizinischen Fakultäten der Bundesrepublik Deutschland, zur SBZ bestehen diese bald nach dem Umzug nach Wuhan. Tongji wählt 1980 Westdeutschland und nimmt partnerschaftliche Beziehungen zu zahlreichen Universitäten auf. Es wendet sich so gegen die Vorgaben der Zentralregierung in Beijing.

Im Jahr 1962 eröffnet das Tongji Klinikum die einzige deutsche medizinische Klasse in China. Alle Vorlesungen werden in Deutsch gelehrt; die Studienzeit dauert insgesamt 6 Jahre. Bis jetzt haben über 2000 Studenten aus 35 Jahrgängen dieses Studium absolviert mit sowohl ausgezeichneten Kenntnissen der Medizin als auch der deutschen Sprache. Damit wurde ein einzigartiger Beitrag zur Entwicklung des chinesischen Gesundheitswesens und des chinesisch-deutschen medizinischen Austausches geleistet, der auch bei chinesischen und deutschen Regierungen große Beachtung gefunden hat. Die engen Beziehungen zur deutschen Medizin beeinflussen tief die medizinischen und kulturellen Traditionen des Tongji Klinikums. Bis zum heutigen Tage bewahrt das Klinikum seinen deutschen Stil in der Medizin.

 

Gründung der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM) und der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft für Medizin (CDGM) in 1984

Der Gründung der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM) durch die Bundesärztekammer und deren Hans-Neuffer-Stiftung in Köln 1984 folgt die Gründung der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft für Medizin (CDGM) im November 1984 mit Sitz Tongji Hospital, Wuhan.

Zwei Persönlichkeiten haben diese Gründung in China durchgesetzt: Prof. Q i u  Fazu (1914-2008), ein ehemaliger Humboldt-Stipendiat in München, der dort zum Facharzt für Chirurgie ausgebildet wird und 1946 mit seiner deutschen Frau Loni und seinen Kindern zunächst zur Tongji Shanghai zurückkehrt. Ferner Prof. W u  Zhongbi (1919-2007), der die Grundschule der Tongji Universität Shanghai und das Tongji Gymnasium besucht. Sein Medizinstudium absolviert er unter deutschen Professoren während der 10 000 km langen 6-jährigen Flucht der Universität vor den Japanern 1939-1945. Die Ausbildung zum Pathologen und international anerkannten Wissenschaftler erhält er nach der Rückkehr in Tongji Shanghai. Später vollziehen beide ebenfalls den Wechsel der Tongji nach Wuhan.

Für den Wiederaufbau und die Neugestaltung der engen Zusammenarbeit zwischen chinesischen und deutschen Ärzten erhalten beide das Bundesverdienstkreuz (Qiu Fazu 1985; Wu Zhongbi  2002).

In Deutschland prägen die deutsch-chinesische Partnerschaft .als Präsidenten der DCGM Prof. Paul Gerhardt, Heidelberg, Prof. Fitz Kemper, Münster, Prof. Wolfgang Höpker, Heidelberg und Hamburg, Prof. Helmut Seitz, Heidelberg, Prof. Jörg Debatin, Hamburg und Prof. Christian Ohrloff,  Frankfurt (Main)

Seit dem Jahr 1984 haben etwa 400 deutsche Medizinstudenten ihre Famulatur im Rahmen ihres Medizinstudiums am Tongji Hospital absolviert; damit ist eine Generation von Ärzten und medizinischen Wissenschaftlern für den chinesisch-deutschen Wissensaustausch begeistert worden.

40 chinesische Ärzte, die von deutschen und chinesischen Hochschullehrern aus dem Kreis der Mitglieder von DCGM und CDGM ausgewählt worden sind, haben in den 80ziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein zweijähriges Promotionsstudium in Deutschland mit Unterstützung der Volkswagen-Stiftung absolviert. Einige der damaligen Doktoranden zählen heute zur Elite chinesischer Ärzte und medizinischen Wissenschaftlern.

29 gemeinsame Ärztetagungen von hoher medizinischer und gesundheitspolitischer Resonanz - abwechselnd in Deutschland und VR China - Workshops, Hospitationen und das Austauschprogramm für deutsche Medizinstudenten fördern den Stellenwert der deutschen Medizin in China. Seit 2004 sind Symposien für Hospital Management integraler Bestandteil der Tagungen; diese wurden durch einige Workshops mit theoretischem und praktischem Teil ergänzt.

Im Dezember 2012 wird das Sino-German-Institute for Disaster and Emergency Medicine in Wuhan unter Beteiligung von deutschen und chinesischen Fachmedizinern und der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin gegründet, welches Qualifizierungsmaßnahmen und Schulungen in der Notfall- und Rettungsmedizin für chinesische Ärzte organisiert und Beratungsfunktionen beim Ausbau des Rettungswesens in der Provinz Hubai und anderen Provinzen Chinas wahrnimmt.

Im Rahmen der engen Zusammenarbeit zwischen der DCGM, der CDGM  und des Tongji Klinikums wurde nach einer detaillierten Bestandsaufnahme gemeinsam eine Neuorganisation der diagnostischen Pathologie für das Tongji Klinikum, für die Stadt Wuhan und die Provinz Hubei vorgeschlagen, die zur erstmaligen Zertifizierung eines Klinikums in China führte. Tongji entschied sich für das in Deutschland entwickelte KTQ (=Kooperation für Transparenz und Qualität)-Zertifizierungsverfahren, das 2012 erfolgreich abgeschlossen werden konnte, 2015 erfolgte die Rezertifizierung.“

9 China-Symposien beim alljährlichen Hauptstadtkongress in Berlin setzen mit der Präsentation erfolgreicher deutsch-chinesischer Kooperationsprojekte im Gesundheitswesen wichtige Impulse für die Verbesserung der medizinischen Versorgung in beiden Ländern. Die beiden Gesellschaften arbeiten erfolgreich in vielen weiteren Bereichen zusammen, der Forschung, Qualifizierung und Organisation der Katastrophenmedizin, Prävention und Kontrolle von Infektionskrankheiten, Einführung von DRG's als Finanzierungsinstrument in Krankenhäusern oder Gesundheitssystemreformen in China und Deutschland.

Die Partnergesellschaften sind – aufgrund ihrer Vernetzung in Deutschland und China- eine wichtige Brücke und Plattform des akademischen Austausches für die chinesische und deutsche Medizin und haben großen Einfluss auf die medizinische Versorgung und das Gesundheitswesen in beiden Ländern.

 

Gründung des 1. Deutsch-Chinesischen Freundschaftskrankenhauses – Tongji Optical Valley Hospital

Mit der Übernahme des Präsidentenamtes der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft für Medizin im Jahre 2006 durch Chen Anmin wurde die Partnerschaft weiter ausgebaut. In jüngster Zeit, im Oktober 2015 wurde das Tongji Krankenhaus und seine Erweiterungsklinik - Optical Valley - eingeweiht, erbaut von einem deutschen Architektenteam nach deutschem Vorbild. Auf der Basis eines Kooperationsvertrages zwischen DCGM, CDGM und Tongji Hospital ist im Oktober 2015 das 1. Deutsch-Chinesische Freundschaftskrankenhaus gegründet worden - als eines, wenn nicht das bedeutendste Zentrum des deutsch-chinesischen Austauschs in der Medizin in der VR China. Dort findet ein intensivierter Austausch zwischen Medizinstudenten, Ärzten und medizinischen Wissenschaftlern, u.a. durch Gastprofessuren, gemeinsamem Aufbau von Studiengängen, Summerschools, Hospitationen statt. Gesundheitsökonomische Themen, wie Krankenhaus-/Qualitätsmanagement werden gemeinsam aufgegriffen. Deutsche Medizintechnik und Arzneimittel werden prioritär verwendet. Dieser Ausbau der Kooperation wird den Stellenwert der deutschen Medizin noch weiter erhöhen.

 

Mit dieser Partnerschaft werden nicht nur medizinisch-wissenschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen ausgetauscht, sondern das gegenseitige Verständnis füreinander gestärkt und chinesischen Studenten und Ärzten das kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland vermittelt; ebenso werden deutsche Ärzte und Studenten mit dem chinesischen kulturellen und gesellschaftlichen Leben vertraut gemacht. Daraus sind sowohl gemeinsame medizinisch-wissenschaftliche Forschungsteams als auch enge Partnerschaften und Freundschaften entstanden.

Freundschaftliche Verbindungen sind die beste Basis für den Erhalt der Partnerschaft zwischen China und Deutschland auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. Dies ist auch von großer Wirkung auf dem Gebiet der Wirtschaft und des Handels.

 

Das Bundesministerium für Gesundheit - ein unverzichtbarer Kooperationspartner

Seit Abschluss des Gesundheitsabkommens zwischen Deutschland und der Volksrepublik China ist die DCGM enger Kooperationspartner des BMG. Die Zusammenarbeit richtet sich auf die Abstimmung aktueller gesundheitspolitischer Themen für beide Länder und den hierüber zu vertiefenden Austausch. Der seit 2006 erweiterte Austausch, auch über gesundheitsökonomische und gesundheitspolitische Themen hat die Beteiligung an den inzwischen drei Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen ermöglicht. Die politische Unterstützung der Aktivitäten ist unverzichtbar. Die Würdigung und Anerkennung der deutsch-chinesischen Partnerschaft wird auch durch die Präsenz des Bundesministers für Gesundheit, Herrn Hermann Gröhe und der Führung seines Ministeriums bei den Tagungen der Gesellschaften sowie auch durch deren finanzielle Unterstützung sichtbar.

Das gegenseitige Kennenlernen der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen der ärztlichen Tätigkeit sowie das Voneinander-Lernen beim Aufbau eines patientengerechten Gesundheitswesens in beiden Ländern wird dadurch vertieft - zumal beide Länder vor ähnlichen gesundheitspolitischen Herausforderungen stehen.

 

Stellenwert der Huazhong Universität und der Tongji Hospitals im medizinischen Versorgungssystem in der VR China.

Das Klinikum nimmt eine Spitzenposition in der medizinischen Versorgung in der VR China ein.1991 wurde das Ziel gesetzt, ein “AAA-Klinikum” zu werden, zwei Jahre später wurde dies auch offiziell erreicht und von dem “Hubei-Provinz Begutachtungskomitee” anerkannt. Im November 1996 wurde das Klinikum in die Liste der zehn besten Volks-Versorgungs-Kliniken aufgenommen.

Im Mai 1997 führte das Gesundheitsministerium eine Auswahl für die nationalen 100 besten Kliniken durch und das Tongji Klinikum wurde 1999 als eines unter ihnen ausgezeichnet.

Die Huazhong Universität für Wissenschaft und Technik wurde im Mai 2000 gegründet. Sie ging aus dem Zusammenschluss der “Medizinischen Universität Tongji”, “Technischer Universität Huazhong” und des “Wuhan College für Städtebau” hervor. Daher änderte sich auch der Name des Klinikums in “Angegliedertes Klinikum Tongji der Medizinischen Fakultät Tongji der Huazhong Universität für Wissenschaft und Technik”.

2005 wurde das vom Gesundheitsministerium ausgerufene “Jahr des Krankenhausmanagements” intensiv umgesetzt. Im Jahre 2008 wurde die Umsetzung der Programme “Ressourcen-schonendes Krankenhaus”, sowie “Umweltfreundliches Krankenhaus” angegangen.

Nach 110 Jahren der Konstruktion und Entwicklung hat sich das Tongji Klinikum zu einem innovativen, modernen Klinikum entwickelt und integriert medizinische Versorgung, Lehre und Forschung. Mithilfe einer großen Anzahl an Disziplinen, einer definierten Zusammenarbeit unter Experten, hervorragenden Lehrkräften und exquisiten medizinischen Techniken, aktueller diagnostischer und therapeutischer Ausstattung, hervorragenden Forschungskapazitäten und anspruchsvollen wissenschaftlichen Leistungen hat es das Tongji Klinikum geschafft, unter den zehn besten Kliniken ganz Chinas gelistet zu sein.

Unter den 7000 Mitarbeitern befindet sich eine große Anzahl von Experten und Gelehrten, die national und international bekannt sind, beispielsweise 193 Tutoren für Promotionskandidaten, 92 Träger spezieller Regierungszuschüsse des chinesischen Staatsrates, zwei Wissenschaftler, die an nationalen "973" Forschungsprojekten arbeiten, drei Yangtze-Gelehrte des chinesischen Ministeriums für Bildung, zehn Gewinner nationaler Finanzierungsmittel für herausragende Jugend, acht Experten mit prominenten Beiträgen, ausgewählt von Chinas Ministerium für Gesundheit, und 19 ausgezeichnete Jahrhundert-Talente, die vom chinesischen Bildungsministerium ausgewählt wurden. Neun Akademiker wurden zu speziellen Professoren des Krankenhauses ernannt.

Das Krankenhaus verfügt über 52 klinische und paramedizinische Abteilungen mit insgesamt 4.000 Betten, darunter 8 nationale Schlüsseldisziplinen und 30 nationale Schlüsselfachrichtungen. Die Abteilung für Rehabilitation ist ein Schulungs- und Forschungs-Zentrum der WHO. Im Jahr 1990 wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als “WHO Cooperative Training and Research Center in Rehabilitation’’ anerkannt, und wurde bis heute fünfmal in Folge rezertifiziert. Unsere Rehabilitation-Teams bieten Dienstleistungen für Patienten in den folgenden Bereichen: neurologische Rehabilitation, traumatologische Rehabilitation, onkologische Rehabilitation und pädiatrische Rehabilitation.

Das Ausmaß der medizinischen Arbeitslast einschließlich ambulanter Fälle und Notfälle bricht seit mehr als zehn Jahren ununterbrochen den Rekord in der Hubei Provinz. Im Jahr 2014 wurden 4,28 Millionen ambulante Fälle und Notfälle behandelt, 176.000 stationäre Patienten entlassen und 71.000 Operationen durchgeführt.

Die fundierte wissenschaftliche Arbeit des Klinikums hat zehn Mitglieder der Akademien der Wissenschaften und Technik in China, drei Minister oder stellvertretende Minister für öffentliche Gesundheit und unzählige Vorbilder in guter, medizinischer Arbeit hervorgebracht. Senior-Akademiemitglied Qiu Fazu, ein medizinischer Wegweiser unserer Zeit, steht als ihr illustrer Vertreter und wird als unvergängliches Denkmal gepriesen.

Die Errungenschaften des Klinikums werden als "das Tongji-Phaenomen" in der nationalen, medizinischen Welt gefeiert. Nach der durch das “Institut für wissenschaftliche und technische Informationen in China” veröffentlichten Statistik erreichte die Gesamtsumme der SCI Artikel der Tongji Klinik in dem Zeitraum von 2004 bis 2013 den zweiten Platz unter allen medizinischen Organisationen in China. Von 2012 bis 2014 haben wir in drei aufeinanderfolgenden Jahren über 100 Fonds der “National Natural Science Foundation of China” erhalten.

Die Innovationen des Klinikums im Bereich des wirtschaftlichen Verwaltungssystems mit Kosten- und Leistungsmanagement werden von Führern der Zentralregierung und des Gesundheitsministeriums gelobt und erstrecken sich auf Krankenhäuser in ganz China. Die Innovationen des Verwaltungssystems mit Gesamtverantwortung der Abteilungsleiter wurden auf der Titelseite der "Gesundheits-Nachrichten" gepriesen.

Internationale Zusammenarbeit ist ein klares Merkmal des Krankenhauses im Zeitalter der Globalisierung. Enge Kooperationsbeziehungen mit medizinischen Kreisen in mehr als zehn Ländern wie Deutschland, USA, Japan, Frankreich und Russland wurden entwickelt. Mit sechs medizinischen Einrichtungen in Deutschland, USA, Russland und anderen Ländern wurden langfristige Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet.

Das Klinikum gewann zahlreiche Auszeichnungen, wie 'National Labor Day Certificates of Merit", "Chinas beste Einheit für wissenschaftliche Forschung", “Chinas Top 10 der fortschrittlichen Institutionen in Chinas Gesundheitswesen”.

Das Tongji Klinikum war schon immer um den Fortschritt in der medizinischen Forschung bemüht und hat es geschafft, große Erfolge zu erzielen. Bei der Anzahl der Forschungsprojekte steht es national an der Spitze. Seit der Reform und Öffnung hat das Tongji Klinikum 718 Projekte auf Landesebene durchgeführt. Im Jahr 2010 wurden mehr als 80 Projekte des Nationalen Forschungsfonds für Naturwissenschaften genehmigt, des Weiteren belegt es bei der Anzahl der laufenden Projekte auf Landesebene eine der Spitzenpositionen unter allen chinesischen Kliniken.

Bis jetzt hat es acht nationale Preise für technologische Erfindungen und wissenschaftlichen Fortschritt gewonnen. Bei der Anzahl der veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel nimmt Tongji die Spitzenposition unter allen medizinischen Institutionen in China ein.

Den Statistiken des chinesischen Instituts für Wissenschaftliche Information zufolge belegte das Tongji Klinikum das vierte Jahr in Folge den zweiten Platz bei der Anzahl der Veröffentlichungen innerhalb Chinas. Des Weiteren belegte es den zweiten Platz bei den SCI-Veröffentlichungen im Jahr 2008 unter allen chinesischen Kliniken (der höchste Impact Factor betrug 32). Mehr als zehn medizinische Fachmagazine werden vom Tongji Klinikum veröffentlicht und landesweit verbreitet.

Etliche renommierte Experten und Professoren haben akademische Positionen in der Chinesischen Gesellschaft für Medizin und ihren Zweigen auf Provinz- oder Kommunalebene inne und genießen damit hohes akademisches Ansehen im In- und Ausland.

In den letzten zehn Jahren wurden 101 Artikel veröffentlicht. Vier Arbeiten unter ihnen haben großen Einfluss in China: "Huangjiasi Surgery", "China Internal Medicine", "An English-Chinese Medical Dictionary" und "A German-Chinese Medical Dictionary".

Im Jahr 2009 verfügte das Klinikum über 881 Lehrende, Anzahl kontinuierlich steigend. In dem Lehrgebäude steht den Lehrenden eine Fläche von 8000m², mit multi-medialer Technik ausgestattet, zur Verfügung.

Zwischen 2001 und 2009 waren 4315 Absolventen an der Fakultät immatrikuliert, darunter 1305 Doktoranden und 3010 Master-Studenten. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es 99 Betreuer für Doktoranden und 276 für Master-Studenten. Während ihrer Studienzeit können die Absolventen an Austauschprogrammen mit ausländischen Fakultäten teilnehmen. Dies ermöglicht ihnen den Austausch mit den besten Lehrenden auf wichtigen Gebieten in weltbekannten Universitäten. Seit 1985 sind am Klinikum auch ausländische Studenten eingeschrieben. Im letzten Jahrzehnt studierten 158 ausländische Studenten an unserem Klinikum, aus 20 Ländern wie Japan, Turkmenistan, Mozambique, Vietnam, Ruanda, usw.; dazu mehr als 160 Austauschstudenten, hauptsächlich aus Deutschland.

 

Fazit

Die langjährige erfolgreiche Partnerschaft zwischen der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM) und ihrer chinesischen Partnergesellschaft ist ohne die Bindung an das Tongji Klinikum mit seiner hohen Reputation in der VR China nicht möglich. Der Beitrag von Tongji und seinen Führungspersönlichkeiten für diese Partnerschaft ist einzigartig und bedarf der Würdigung durch die Regierungen und zuständigen Ministerien in beiden Ländern. Die Bedeutung dieser Partnerschaft reicht weit über die wissenschaftliche Medizin hinaus, trägt zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung bei, fördert die Gesundheitswirtschaft und ist ein wesentlicher Baustein für die Freundschaft zwischen beiden Ländern.

 

 

Präsident

           Prof. Dr. med. Christian Ohrloff, Frankfurt am Main

          

          

Vizepräsidenten

      

         Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. theol. h. c. Eckhard Nagel, Essen

        


         Dr. Martin Schloh, München

        

Schatzmeister

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Karsten Vilmar, Bremen

Generalsekretär

Prof. Dr. Mathias Goyen, München

Ehrenpräsident

Prof. Dr. med. Wolfgang W. Höpker, Hamburg

Ehemalige Präsidenten

  • 1984-1987 Prof. Dr. med. Paul Gerhardt
  • 1987-1991 Prof. Dr. med. Fritz H. Kemper
  • 1991-1999 Prof. Dr. med. Wolfgang W. Höpker
  • 1999-2005 Prof. Dr. med. Helmut Seitz
  • 2005-2011 Prof. Dr. med. Jörg. F. Debatin