29. Gemeinsame Jahrestagung/ 2nd Sino-German Health Dialogue

am 13. Juni 2016 in Peking, Grand Beijing Hotel

 

Die 29. gemeinsame Jahrestagung fand in diesem Jahr wegen der in Peking stattfindenden Vierten Regierungskonsultationen bereits im Juni in Peking statt. Zeitgleich mit dem von DCGM und CDGM organsierten 2nd Sino-German Health Dialogue als inhaltlich fachlicher Ergänzung und war Bestandteil der bilateralen gesundheitspolitischen Gespräche am 13. Juni 2016 in Peking. Die Teilnehmerzahl war hoch und die Resonanz war sowohl von deutscher als auch insbesondere von chinesischer Seite sehr gut. Das Themenspektrum war auf die Schwerpunktthemen des Regierungsseitig in 2014 bei den Dritten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen vereinbarten Aktionsplan ausgerichtet. So fanden Workshops zu den Themen: „Gesundheitswirtschaft, Förderung und Entwicklung der Gesundheitsindustrie“, „Rehabilitation“, „Deutsch-Chinesische Kooperationen beim Austausch von Ärzten und medizinischen Fachberufen“, „Arzneimittel“, „Patientensicherheit“, „Traditionelle Chinesische Medizin“, „Gesundheitspolitik“, „Krankenhausmanagement und Qualitätsmanagement“, Rettungsdienste, Notfallmedizin und integrierte Rettungssysteme“ sowie „Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten“ statt. Namhafte chinesische und deutsche Referenten aus der Wissenschaft, der Gesundheitsökonomie und der Gesundheitspolitik konnten für die Darstellung der für beide Länder hoch aktuellen Themen gewonnen werden. Die beiden Tagungen haben den gesundheitspolitischen und wissenschaftlichen Diskurs erfolgreich fortgeführt und beiden Ländern wertvolle Impulse für die weitere Zusammenarbeit und die Lösung von Problemen auf den genannten Feldern gegeben.

 

              

Ein wichtiger Höhepunkt des Dialogs war die Unterzeichnung des aktuell zwischen China und Deutschland vereinbarten gesundheitspolitischen Aktionsplans durch die beiden Gesundheitsminister, Frau Li Bin und Herrn Hermann Gröhe als Richtschnur für die zukünftigen deutsch-chinesischen Projekte und Kooperationen in der Gesundheitspolitik (s. Bild unten). Im Rahmen dieser feierlichen Zeremonie würdigten beide Minister in ihren Grußadressen die langjährige Partnerschaft zwischen der DCGM und CDGM als Wegbereiter für Kooperationen auf verschiedenen Ebenen. Der neue Aktionsplan schreibt den bereits bestehenden Dialog im Bereich des Krankenhausmanagements, übertragbarer bzw. nicht übertragbarer Krankheiten und des Rettungswesens fort. Als neues Thema wurde „Digitalisierung“ vereinbart.

 

            

 

In Anwesenheit der beiden Minister und ihrer jeweiligen ministeriellen Delegationen wurden die nachstehend aufgeführten fünf MOUs unterzeichnet:

  • zwischen DCGM und CDGM/Tongji Hospital der Tongji Medizinischen Fakultät, Huazhong Universität für Wissenschaft und Technologie über den Projektplan 2016 mit dem Austausch zwischen Medizinstudenten, Ärzten und Wissenschaftlern, mit Gastprofessuren zu wichtigen Themen, mit dem Ausbau des Krankenhausmanagements und Qualitätsmanagement, der Einführung eines Masterstudiengangs in der Rettungs-und Notfallmedizin und in der gemeinsamen Förderung von Innovationen in der Medizin,

 

  • zwischen dem CNHDRC und AQUA über den Ausbau von  Qualitätssicherungsmaßmahmen, insbesondere für Krankenhäuser auf dem Lande sowie die Etablierung von Messkriterien der Qualität wie Qualitätsindikatoren,

 

  • zwischen der China Academy of Chinese Medical Sciences und der MHH Hannover über die weitere Erforschung von Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin, TCM,

 

  • zwischen dem Wuhan Asia Heart Centre und der Rehabilitationsklinik der MHH Hannover über klinische Rehabilitation, insbesondere bei kardiovaskulären Erkrankungen, deren Qualitätssicherung und Fortbildungsmaßnahmen für Ärzte und medizinische Fachberufe

 

  • der Health and Family Planning Commission of Shenzen und DCGM über den Aufbau von ambulanten Versorgungsstrukturen auf der Basis von Bedarfsanalysen, von Möglichkeiten der Versorgungs-und Vergütungssteuerung und dem Aufbau Selbstverwaltungsstrukturen